Chemie-Arbeitsblatt _ _ Klasse _ _ _ Name _____________________________Datum _ _ ._ _._ _

Die Elektronegativität (EN)

Entwickelt wurde der Begriff der Elektronegativität von LINUS PAULING, geb. 1901, gest. 1994, Nobelpreis für Chemie 1954, Friedensnobelpreis 1962.

Definition der Elektronegativität: Die EN ist ein Maß für die Anziehungskraft eines Atomkerns in einer Molekülbindung auf bindende Elektronenpaare.

Die Elektronegativität der Hauptgruppenelemente nach PAULING ist in der folgende Tabelle aufgeführt. Dabei zeigt sich, dass die EN innerhalb einer Periode von links nach rechts zunimmt und innerhalb einer Gruppe von oben nach unten abnimmt. Was sind die Ursachen dafür? Geht man von obiger Definition aus, dann ist für die Anziehungskraft eines Atomkerns auf das bindende Elektronenpaar sicher die Kernladung eines der beiden Bindungspartner verantwortlich. Andererseits wird die Wirkung der Kernladung durch die darüber liegenden Elektronenschalen abgeschwächt. 
H
2,1

         
Li
1,0
Be
1,5
B
2,0
C
2,5
N
3,0
O
3,5
F
4,0
Na
0,9
Mg
1,2
Al
1,5
Si
1,8
P
2,1
S
2,5
Cl
3,0
K
0,8
Ca
1,0
Ga
1,6
Ge
1,8
As
2,0
Se
2,4
Br
2,8
Rb
0,8
Sr
1,0
In
1,7
Sn
1,8
Sb
1,9
Te
2,1
I
2,5
Cs
0,7
Ba
0,9
Tl
1,8
Pb
1,8
Bi
1,9
Po
2,0
At
2,2

Die EN-Werte werden maßgeblich von den_________________ und der _____________beeinflusst. Die _______________nehmen im PSE von links nach rechts ______ und von oben nach unten ______. Die _______________ nimmt innerhalb einer Periode  von links nach rechts _______ . Folge: Die _____ ist umso _________, je ______ ein Atom und je  _________ 

seine _____________ ist.

Die EN nimmt also innerhalb einer Periode von links nach rechts ____ und innerhalb einer Gruppe von oben nach unten ___ .


Die EN wurde aus experimentell ermittelten Stoffdaten von Verbindungen (Schmelz- und Siedepunkte, Dissoziations- und Bindungsenergien und anderen energetischen Werten) ermittelt. Es sind Vergleichswerte, mit deren Hilfe sich abschätzen lässt, wie stark polar eine Bindung ist, wenn man die Elektronegativitätsdifferenz )EN bildet. Die Elektronegativitätsdifferenz ist dabei immer eine positive Zahl. Generell gilt: Die EN-Differenz ist proportional der Polarität der Bindung und der Stärke des entstandenen Dipols.

Aus der Polarität einer Bindung ergibt sich die Notwendigkeit, die Spanne zwischen )EN=0 (Minimum) und )EN=3,7 (Maximum) praktikabel einteilen zu müssen. Vereinfacht kann man folgende (willkürliche) Festlegung treffen: )EN<1: kovalente Bindungen (mehr oder weniger polar); 1<)EN<2: Übergangsbereich mit kovalenten und ionischen Bindungsanteilen, )EN>2: Ionenbindungen.

Arbeitsaufträge:
1. Fülle die leeren Felder in der Tabelle aus.

2. Zeichne die Strukturformeln folgender Moleküle: HF, HCl, HBr, CH4, CO2, NH3, CCl4, CH3Cl in der Lewis-Schreibweise.

3. Berechne die EN-Differenz zwischen den einzelnen Atomen.

4. Charakterisiere anschließend die im Molekül vorliegende Atombindung und teile die Moleküle in drei Gruppen ein.

 

NaCl

AlCl3

PCl3

Cl2

hm bzw. hb

  = 801 °C

   =183 °C

   =73 °C

= -35 °C

Zustandsform:

  

  

  

  

)EN=

  

  

  

  

Bindungs-
charakter

Ionen-
bindung

unpolare Elektronenpaarbindung

V04/13. März 2005


zurück       zur Hauptseite

update am 12.07.2010